Technische Vorbemerkungen

BMO Dünnbettmörtel: Der Dünnbettmörtel (DBM) „Vario G“ ist ein werkmäßig hergestellter Dünnbettmörtel (Trockenmörtel) nach Eignungsprüfung mit CE-Kennzeichnung (Konfirmitätsbescheinigungsverfahren 2+) - nach der Norm DIN EN 998-2. Eigenschaften, Anwendungsbereich und Bemessung sind in der allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung Nr. Z-17.1-671 geregelt. Er enthält, abweichend von DIN V 18580, bestimmte Anteile leichter Gesteinskörnungen (Leichtzuschlag) nach DIN EN 13055-1. Ein 2 mm Größtkorn unterstützt dabei die notwendige, gleichstarke Dicke der Lagerfuge im fertigen Mauerwerk. Der BMO Dünnbettmörtel „Vario G“ zeichnet sich besonders aus durch seine Korrigierfähigkeit bedingt durch diesen gezielten Kornaufbau. Unbedingt zu beachten sind die Anwendungsvorgaben auf dem Mörtelsack.
„Vario G“ wird grundsätzlich zu allen BMO Produkten mit Plansteinhöhen für Klebeverfahren (ausgenommen KS-NT®) ausgeliefert. Bei Verwendung anderer Mörtel entfällt der Gewährleistungsanspruch. Die auf die notwendigen Eigenschaften der Lager- Stoßfugen abgestimmten Mörtelschlitten und Mörtelkellen können im KS-Werk (mit weiterem Zubehör) bezogen werden. Zur Verwendung der korrekten Zahnleisten und Herstellung des Mörtels, sind die Verarbeitungshinweise auf dem Mörtelsack unbedingt zu beachten.

Kimmschichten/Höhenausgleichsschichten: Das Aufmauern der Wände beginnt grundsätzlich mit einer Ausgleichsschicht aus Normalmörtel der Mörtelgruppe III/M10, Dicke d = 1 bis 3 cm (Anforderungen an Mauermörtel nach DIN V 18580/DIN EN 998-2). Die Ausgleichsschicht dient dem Höhenausgleich der Wand, zur Herstellung eines planebenen Niveaus in Längs- und Querrichtung und dem Ausgleich von Unebenheiten in der Betondecke. In den folgenden Schichten ist (je nach Format) der Normal- bzw. Dünnbettmörtel für die Lagerfugen vollflächig mit dem Mörtelschlitten aufzutragen. Die Verwendung von Keilen zum Ausrichten der Steine ist nicht zulässig. Der ausquellende Mörtel ist nach dem Ansteifen mit Spachtel, Kelle oder einem Schwammbrett glatt zu streichen.

KS-ISO-Kimmstein®: Informationen finden Sie unter www.ks-iso-kimmstein.de
Kalksand-Wärmedämmsteine - bezeichnet als KS-ISO-Kimmsteine® – sind Kalksandsteine nach DIN EN 771-2:2011-07. Der Anwendungsbereich ist geregelt in der allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung Z-17.1-961. Verwendet werden dürfen KS-ISO-Kimmsteine® mit Normalmauermörtel der Mörtelgruppen IIa und III oder Dünnbettmörtel in der untersten und/oder obersten Schicht (Wandfuß bzw. Wandkopf) von Mauerwerk nach DIN EN 1996.
KS-ISO-Kimmsteine® dürfen nur für Einsteinmauerwerk verwendet werden. KS-ISO-Kimmsteine® dürfen außerdem für Mauerwerk aus allgemein bauaufsichtlich zugelassenen Kalksand-Planelementen verwendet werden, wenn in der betreffenden allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung für die Planelemente die Verwendung von KS-ISO-Kimmsteinen® gesondert geregelt ist. KS-ISO-Kimmsteine® dürfen nicht bei bewehrtem Mauerwerk und bei Schornsteinmauerwerk eingesetzt werden. Das Mauerwerk darf nicht für Mauerwerk nach Eignungsprüfung, sondern nur als Rezeptmauerwerk verwendet werden.

Wandanschlüsse mit KS-Stumpfstoßtechnik: Sofern in den Ausführungsplänen oder den statischen Berechnungen keine gesonderten Hinweise gegeben sind, gelten folgende Vorgaben zur Stumpfstoßtechnik: Wandanschlüsse sind in der bewährten Stumpfstoßtechnik auszuführen. Dabei sind im Höhenabstand von ca. 50 cm in den Mörtelfugen Edel-Flachstahlanker einzulegen. Die Anschlussfugen sind aus statischen und schalltechnischen Gründen zu vermörteln. Bei einschaligen Wänden mit Schallschutzanforderungen, empfiehlt es sich, die Trennwand (z.B. Wohnungstrennwand) durchstoßen zu lassen und die flankierenden Wände (z.B. Tragschalen der Außenwände) stumpf anzuschließen. Kelleraußenecken werden im Verband gemauert.

Bauteile zur Systemergänzung: Bei der Beschreibung von Wänden werden darin enthaltene Bauteile zur Systemergänzung übermessen - wie z.B. BMO Stürze, BMO U-Schalen, BMO Kimm- bzw. ISO-Kimmsteine oder BMO Gurtrollersteine. Der Mehraufwand zum Einbau der Bauteile zur Systemergänzung (in der Regel andere Materialkosten) ist besonders zu beschreiben. Die Liefermöglichkeiten der ausgewählten BMO-Ergänzungsprodukte sind dem aktuellen Produktprogramm zu entnehmen.

Technische Vorbemerkungen - kleinformatige BMO Kalksandsteine
Kleinformatige Kalksandsteine werden mit Stoßfugenvermörtelung nach DIN EN 1996 vermauert. Die Stoßfugenbreite soll 10 mm betragen.

Technische Vorbemerkungen – BMO Ratio-Blocksteine/ BMO Ratio-Plansteine
Sofern in den Ausführungsplänen oder den statischen Berechnungen keine gesonderten Hinweise gegeben sind, wird das Mauerwerk ohne Stoßfugenvermörtelung nach DIN EN 1996 ausgeführt. Die Stoßfugen bleiben unvermörtelt. Die Steine werden knirsch verlegt. Stoßfugenbreiten > 5 mm sind beim Mauern beidseitig mit Normalmörtel zu schließen. Werden an das Mauerwerk Anforderungen an Schallschutz, Luft- oder Winddichtheit gestellt, so ist zumindest ein einseitiger Putzauftrag erforderlich.

Technische Vorbemerkungen – BMO XL-Rasterelemente
Sofern in den Ausführungsplänen oder den statischen Berechnungen keine gesonderten Hinweise gegeben sind, werden KS XL-Rasterelemente ohne Stoßfugenvermörtelung nach DIN EN 1996 ausgeführt. Die Stoßfugen bleiben unvermörtelt. Die Steine werden knirsch verlegt. Stoßfugenbreiten > 5 mm sind beim Mauern beidseitig mit Normalmörtel zu schließen. Werden an das Mauerwerk Anforderungen an Schallschutz, Luft- oder Winddichtheit gestellt, so ist zumindest ein einseitiger Putzauftrag erforderlich.
Lieferumfang: Das Angebot der KS-Werke umfasst die Lieferung von systemgerecht aufeinander abgestimmten KS XL-Rasterelemente. Das Bausystem umfasst Regelelemente (1/1) mit einer Länge von 498 mm und einer Höhe von 623 mm sowie Ergänzungselemente in den Längen 373 mm (3/4) und 248 mm (1/2). Rohdichteklassen 2,2 und 2,4 objektbezogen auf Anfrage.

Technische Vorbemerkungen – KS-Quadro
Sofern in den Ausführungsplänen oder den statischen Berechnungen keine gesonderten Hinweise gegeben sind, werden KS-Quadro und KS-Quadro E ohne Stoßfugenvermörtelung nach DIN EN 1996 ausgeführt. Die Stoßfugen bleiben unvermörtelt. Die Steine werden knirsch verlegt. Stoßfugenbreiten > 5 mm sind beim Mauern beidseitig mit Normalmörtel zu schließen. Werden an das Mauerwerk Anforderungen an Schallschutz, Luft- oder Winddichtheit gestellt, so ist zumindest ein einseitiger Putzauftrag erforderlich.
Lieferumfang: Das Angebot umfasst die Lieferung von systemgerecht aufeinander abgestimmten KS-Quadro bzw. KS-Quadro E zur Verarbeitung im Dünnbettverfahren. Zum Bausystem gehören Standardformate (1/1) mit einer Länge von 498 mm und einer Höhe von 498 mm sowie Ergänzungselemente in den Längen 373 mm (3/4), 248 mm (1/2) und 123 mm(1/4). KS-Quadro und KS-Quadro E sind in DIN V 106 geregelt. Rohdichteklassen 2,2 und 2,4 objektbezogen auf Anfrage.

Technische Vorbemerkungen - KS-PLUS
Sofern in den Ausführungsplänen oder den statischen Berechnungen keine gesonderten Hinweise gegeben sind, werden KS-Planelemente ohne Stoßfugenvermörtelung nach DIN EN 1996 ausgeführt. Die Stoßfugen bleiben unvermörtelt. Die Steine werden knirsch verlegt. Stoßfugenbreiten > 5 mm sind beim Mauern beidseitig mit Normalmörtel zu schließen. Werden an das Mauerwerk Anforderungen an Schallschutz, Luft- oder Winddichtheit gestellt, so ist zumindest ein einseitiger Putzauftrag erforderlich.
Lieferumfang: KS-Planelemente kommen als kompletter Bausatz zur Baustelle. Verlegepläne werden als Serviceleistung durch das KS-Werk auf Grundlage der Ausführungspläne im Maßstab 1 : 50 (1 : 100) erstellt. Die Ausführungspläne sind dem KS-Werk rechtzeitig zur Verfügung zu stellen. Die Prüfung und Freigabe der Verlegepläne erfolgt vor der ersten Materiallieferung. Das Angebot des KS-Werkes umfasst die Lieferung aller Standard- und Passelemente einschließlich der Elemente für Dachschrägen. Rohdichteklassen 2,2 und 2,4 objektbezogen auf Anfrage.

Technische Vorbemerkungen – BMO Sichtmauerwerk innen (geringe optische Ansprüche)
Für sichtbar bleibendes Mauerwerk ohne Frostbeanspruchung in untergeordneten Räumen mit geringen optischen Ansprüchen, zum Beispiel in Keller-, Abstell-, Wasch- und Trockenräumen, Hobbyräumen sowie Lagerhallen, Werkstattgebäuden etc. können „normale Kalksandsteine“ nach DIN V 106/DIN V 20000-402 verwendet werden. Dies gilt insbesondere dann, wenn das Mauerwerk deckend gestrichen wird. Leichte Kantenabplatzungen und Beschädigungen können bei diesem Mauerwerk (überschaubarer Bereich) in Kauf genommen werden.

Technische Vorbemerkungen – BMO Sichtmauerwerk innen (erhöhte optische Ansprüche)
Für Innensichtmauerwerk mit erhöhten optischen Anforderungen, z.B. in Wohnräumen und Schulen, sind BMO Verblender nach DIN V 106/DIN V 20000-402 zu verwenden. Um rohstoffbedingte Farbunterschiede weitgehend auszuschließen, sind BMO Verblender für den gesamten Bauabschnitt oder in sich abgeschlossene Bauteile von nur einem Lieferwerk zu beziehen. Die Steine sind immer aus mehreren Paketen gleichzeitig zu nehmen.
BMO Verblender sind auf sauberem, festem und ebenem Untergrund zwischenzulagern. BMO Verblender sollen eine kantensaubere Kopf- und eine kantensaubere Läuferseite haben. Bei erhöhten Anforderungen, z.B. bei beidseitigem Sichtmauerwerk (Ein-Stein-Mauerwerk) ist, falls erforderlich, eine größere Anzahl von Verblendern an der Baustelle auszusortieren. Allseitig „scharfkantige“ Steine sind technisch nicht herstellbar. Beschädigte BMO Verblender (z.B. Kanten- oder Eckabplatzungen sowie Risse) sind auszusortieren oder so zu verarbeiten, dass die beschädigten Seiten nicht sichtbar sind. Die Stoß- und Lagerfugen sind vollfugig (z.B. Fugenglattstrich)zu vermauern. Die Fugendicke soll gleichmäßig sein und für Stoßfugen 10 mm, für Lagerfugen 12 mm betragen.

Technische Vorbemerkungen – BMO Verblendmauerwerk
Für witterungsbeanspruchtes unverputztes Mauerwerk sind frostwiderstandsfähige BMO Verblender nach DIN V 106/DIN V 20000-402 zu verwenden. Um rohstoffbedingte Farbunterschiede weitgehend auszuschließen, sind BMO Verblender für den gesamten Bauabschnitt oder in sich abgeschlossene Bauteile von nur einem Lieferwerk zu beziehen. Die Steine sind immer aus mehreren Paketen gleichzeitig zu nehmen.
BMO Verblender sind auf sauberem, festem und ebenem Untergrund Zwischenzulagern. BMO Verblender sollen eine kantensaubere Kopf- und eine kantensaubere Läuferseite haben. Bei erhöhten Anforderungen, z.B. bei beidseitigem Sichtmauerwerk (Ein-Stein-Mauerwerk) ist, falls erforderlich eine größere Anzahl von Verblendern an der Baustelle auszusortieren. Allseitig „scharfkantige“ Steine sind technisch nicht herstellbar. Beschädigte BMO Verblender (z.B. Kanten- oder Eckabplatzungen sowie Risse) sind auszusortieren oder so zu verarbeiten, dass die beschädigten Seiten nicht sichtbar sind. Die Stoß- und Lagerfugen sind vollfugig (Fugenglattstrich oder Fugenmörtel) zu vermauern. Die Fugendicke soll gleichmäßig sein und für Stoßfugen 10 mm, für Lagerfugen 12 mm betragen. Zum Spannungsabbau ist es erforderlich, Dehnungsfugen einzubauen. Es wird empfohlen, bei sichtbar belassenem Verblendmauerwerk nachträglich eine Hydrophobierung aufzubringen. Somit wird Feuchteeintrag auf ein Minimum reduziert.

Technische Vorbemerkungen – KS-NT®Leichtwände
Diese speziellen KS-NT Innenwände übernehmen als Trennwände in der Rohdichteklasse 1.2 keine statischen Aufgaben in der Gesamtkonstruktion. Sie sind geregelt in dem allgemeinen bauaufsichtlichen Prüfzeugnis P-1109/884/07-MPA BS in Anlehnung an die DIN 4103-1. Das allgemeine bauaufsichtliche Prüfzeugnis ist auf der Grundlage der Angaben in der Bauregelliste (BRL) A, Teil 1, lfd. Nr. 9.10, Fassung 2012/1 erteilt worden. Unter Anforderungen der DIN 1055-3/DIN EN 1991-1-1 NA gilt diese 11,5er Wand aus Kalksandstein als „leichte“ Trennwand. Der Stein im Format 4DF besitzt zwei Hohlkammern, die durch einen Mittelsteg voneinander getrennt liegen. Bei der Anwendung wird daher ein spezieller KS-NT Systemmörtel (M10 gem. DIN 998-2) verwendet, der sowohl im Dickbett- als auch im Tauchverfahren verwendet werden kann. Unbedingt zu beachten sind die Anwendungsvorgaben auf dem Mörtelsack.

Oberflächenbehandlung von Innenwänden: Übliche Anforderungen an die Oberfläche der Innenwände liegen vor, wenn die Wände mit Putzen bekleidet werden, die als Träger von Anstrichen und Tapeten dienen. Erhöhte Anforderungen an die Rohbauwand (nicht flächenfertige Wand nach DIN 18202) oder den Innenputz sind besonders zu beschreiben.

Oberflächenqualität von Innenputz: Innenputze werden nach DIN 18550 hinsichtlich ihrer Oberflächenbeschaffenheit in vier verschiede Qualitätsstufen eingeteilt. Sie unterscheiden sich durch die Art der Oberflächenbehandlung (abgezogen, geglättet oder gefilzt) und die zulässigen Ebenheitstoleranzen. Ausführliche Erläuterungen dazu enthält das Merkblatt 3 „Putzoberflächen im Innenbereich“. Wird die Ausführung vom Auftraggeber nicht näher spezifiziert, wird der Innenputz in der Regel in der Qualitätsstufe 2 ausgeführt. Beachte: Bei einem geglätteten Putz dieser Qualitätsstufe ist bei einem Anstrich eine gefüllte Farbe zu verwenden!

Vorarbeiten zum Auftrag von Dünnlagenputz: Ein tapezierfähiger Untergrund kann bereits durch Auftrag eines Dünnlagenputzes erzielt werden. Bei der Ausführung ist das Merkblatt „Dünnlagenputz im Innenbereich“ zu beachten. Die mittlere Putzdicke beträgt 5 mm. An der dünnsten Stelle ist eine Mindestdicke von 3 mm einzuhalten. Grundsätzlich sind bei Dünnlagenputz an den Putzgrund erhöhte Anforderungen an die Maßtoleranz der Rohbauwände zu stellen. Bereits der Putzgrund zum Auftrag von Dünnlagenputz muss den Anforderungen für flächenfertige Wände nach DIN 18202, Tabelle 3, Zeile 6 genügen. Ohne besondere Vereinbarung muss die Rohbauwand nur die Anforderungen für nicht flächenfertige Wände nach DIN 18202, Tabelle 3, Zeile 5 erfüllen.

Neben- bzw. Besondere Leistungen: „step by step“ unter http://kalksandstein.baudaten.eu/Start

 GAEB

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